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18. Mai 2014
Pop / Indie

Albumreview: Foxes mit ihrem Debütalbum "Glorious"

Albumreview: Foxes mit ihrem Debütalbum

Bis Anfang 2013 war die britische Sängerin Foxes eher ein Geheimtipp unter Indie-Pop Fans. Doch dann konnte sie zusammen mit dem deutsch-russischen DJ Zedd und dem Song "Clarity" einen riesigen Hit in den USA und Australien und einen soliden Hit in Europa landen. Ende 2013 konnte sie dann mit "Youth" in ihrer Heimat auch erstmals solo in die Charts einsteigen und seitdem wurde ihr Debütalbum von den Fans sehnsüchtig erwartet. Am 9. Mai 2014 war es nun endlich so weit und ihr Debütalbum "Glorious" ist in Deutschland erschienen und Hitfire hat das Album einmal näher unter die Lupe genommen.

Der erste Song auf dem Album mit dem Titel "Talking To Ghosts" zeigt direkt, in welche Richtung der Longplayer gehen wird. Hauptsächlich Pop mit ein bisschen Indie ist das Genre von dem kompletten Album. Danach folgt die erste Single aus "Glorious", nämlich "Youth". Der Track ist lauter als der Opener und auf jeden Fall ein Ohrwurm, der zu überzeugen weiß. Nicht umsonst landete der Song in den Top 15 der UK Single Charts.

Mit "Holding Onto Heaven" folgt direkt die nächste Single, um genau zu sein sogar die aktuelle. Der Track beginnt sehr ruhig und könnte im ersten Moment eine Ballade sein. Dann folgt aber der poppige Refrain, der wie bei "Youth" ebenfalls sofort ins Ohr geht. Das Highlight des Songs ist aber die dramatische Strophe nach dem zweiten Refrain, die "Holding Onto Heaven" die perfekte Abwechslung gibt und zu einem der besten Songs auf dem Album macht.

Der vierte Track "White Coats" ist dagegen eher ein Albumfüller und ist schnell wieder vergessen. Dafür folgt aber als nächster Song der sicherlich beste Track auf dem Album, nämlich die zweite Single "Let Go For Tonight". Das Lied wurde nicht umsonst der bisher einzige Top 10 Erfolg von Foxes in den britischen Charts. Der Track ist der wohl tanzbarste Song auf dem Longplayer und überzeugt vor allem durch den Wechsel von den ruhigen Strophen und dem lauten Refrain. Das Musikvideo ist übrigens dazu ebenfalls sehr passend:

Als nächstes folgen zwei Songs mit "Night" im Titel. Während sich "Night Glo" als durchaus experimentelle Ballade ohne wirkliche Überzeugungskraft herausstellt, ist "Night Owls Early Birds" ein richtig gelungener Popsong, der bereits mit der ersten Strophe voll und ganz überzeugt. Der Track ist auch durchaus als Single gut vorstellbar, weil er einer der abwechslungsreichsten Songs auf "Glorious" ist.

Einer der größten Fanlieblinge auf dem Longplayer ist der Titeltrack "Glorious". Das ist auch sehr gut nachvollziehbar, denn die zerbrechlich gesungenen Strophen sind wirklich genial geworden. Leider kann aber der Refrain da nicht ganz mithalten und ist eher langweilig geworden. Im Anschluss folgt mit "Echo" ein gut hörbarer Popsong, der aber sicherlich nicht zu den Highlights des Albums gehört und man auf jeden Fall öfter hören muss, damit er im Ohr bleibt.

Mit "Shaking Heads" gibt es danach einen sehr ruhigen Song, der aber trotzdem keine Ballade ist. Der Track hat leider keine wirklichen Höhepunkte und ist so der wohl größte Füller auf "Glorious" geworden. Der nächste Song "Count The Saints" ist eine richtige Ballade, die zumindest am Anfang mit sehr wenigen Instrumenten auskommt, aber nur unwesentlich besser als der Track davor ist.

Die fünf weiteren Songs sind exklusiv auf der Deluxe Edition des Albums zu finden. Beim ersten Bonus Track zollt Foxes ihrem Durchbruchshit "Clarity" mit Zedd Tribut und präsentiert diesen in einer Live Akustik Version. Hier beweist die Sängerin einmal mehr ihre wirklich starke Stimme und sorgt bei manchen mit dieser Version sicherlich auch für Gänsehaut. Trotzdem fehlt dem Song ohne den genialen Beats von Zedd das gewisse Etwas und ist so doch eher langweilig.

Der nächste Song "Beauty Queen" ist danach endlich mal wieder ein Song, der auch nochmal wirklich überzeugen kann. Hier ist vor allem wieder der Wechsel zwischen der nachdenklich, langsamen ersten Strophe und dem lauteren Refrain sehr gelungen. Vor allem überzeugen aber auch die schnelleren Strophen danach. Mit "Home" und "In Her Arms" gibt es danach leider wieder wesentlich schwächere Songs zu hören, die nicht wirklich überzeugen können. Der Schlusstrack "The Unknown" kann schließlich immerhin nochmal durch einen sehr guten Refrain und soliden Strophen überzeugen und ist neben "Beauty Queen" der einzige Track, für den sich der Kauf der Deluxe Edition wirklich lohnt.

Fazit: Foxes legt mit "Glorious" ein sehr solides Debüt hin. Während das Album am Anfang aber noch fast mit jedem Track auf ganzer Linie überzeugen kann, gibt es im späteren Verlauf dann doch zu viele Füllersongs. Natürlich ist es auch verständlich, dass bei 16 Songs nicht jeder perfekt sein kann, aber letztendlich hätte es dem Album wohl gut getan, wenn es nur 12 Tracks hätte, die aber dafür alle wirklich gelungen sind. So ziehen die vielen Füller aber das Gesamtwerk leider etwas nach unten. Doch die Highlights wie "Holding Onto Heaven", "Night Owls Early Birds" und vor allem "Let Go For Tonight" dürfen natürlich auf keinen Fall vergessen werden. Insgesamt kommt dabei also eine immerhin überdurschnittliche Bewertung heraus.

Bewertung: 7 / 10 Punkten

Hier könnt ihr euch das Musikvideo zur aktuellen Single "Holding Onto Heaven" ansehen:

Zuletzt aktualisiert am 18. Mai 2014 um 15:44 Uhr.

 
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