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16. Juni 2014
Alternative / Pop

Albumreview: Lana Del Rey mit ihrem neuen Album "Ultraviolence"

Albumreview: Lana Del Rey mit ihrem neuen Album

Lana Del Rey hat am 13. Juni 2014 den Nachfolger zu ihrem erfolgreichen Album "Born To Die" veröffentlicht, welches sich weltweit über 5 Millionen Mal verkaufen konnte. Der neue Longplayer heißt "Ultraviolence" und steht in vielen Ländern bereits an der Spitze der iTunes Charts. Eine Review dazu ist hier zu finden.

"Born To Die" ist immer noch ein sensationelles Album, das schwer zu übertreffen ist. Vor allem hatte es viele Hits, wie den Titeltrack, "Video Games", "National Anthem", "Summertime Sadness", usw. zu bieten.

Mit "Ultraviolence" schafft sie es nicht, noch so ein grandioses Meisterwerk zu veröffentlichen. Das liegt vor allem daran, dass es auf den neuen Longplayer nochmal deutlich dramatischer zugeht als auf dem Vorgänger. So klingen Songs wie "Cruel World", "Old Money" oder "Shades of Cool" nach vollständiger Todessehnsucht. Wirkliche Popsongs sucht man jedenfalls auf dem Album vergeblich. Lediglich der Radio Mix zu "West Coast", der exklusiv auf der deutschen Version des Albums zu finden ist, klingt nach einem kleinen Charthit.

Trotzdem gibt es natürlich auch Songs, die im Ohr bleiben und man sofort noch einmal hören möchte. Dazu gehören auf jeden Fall der Titeltrack "Ultraviolence", die Vorabsingle "West Coast" (in der Original Version überzeugt vor allem der Tempowechsel) und der Track "Brooklyn Baby", der auch in einem entsprechenden Radio Mix gut als zweite Single vorstellbar wäre. Ein potentieller großer Hit ist aber auf dem Album nicht zu finden.

Tracks wie "Sad Girl" oder "The Other Woman" brauchen ein paar Hördurchgänge, bis sie wirklich überzeugen können. Ein wahres Highlight ist dagegen die Klavierballade "Old Money", die zwar auch überhaupt nicht als Single geeignet ist, aber auf dem Album einfach nur perfekt wirkt. Der Song verursacht durch seinen Mix aus tiefer Traurigkeit, Sehnsucht und etwas Romantik sicherlich bei den meisten Hörern eine sofortige Gänsehaut.

Die Bonus Tracks "Black Beauty", "Guns And Roses", die exklusiv auf der Deluxe Editon des Albums zu finden sind, klingen alle sehr solide, allerdings gibt es da deutlich bessere Songs auf dem Album. Nur der letzte Track der Deluxe Version mit dem Titel "Florida Kilos" ist dann doch nochmal ein großes Highlight, da dieser wohl der fröhlichste Song des ganzen Albums und auch ziemlich eingängig ist.

Fazit: "Ultraviolence" ist auf keinen Fall ein schlechtes Album, allerdings passt es eigentlich überhaupt nicht in den Sommer. Im Herbst hätte ein Release für einen solchen Longplayer deutlich mehr Sinn gemacht. Außerdem muss das Album mehr als einmal gehört werden, um den Zuhörer wirklich zu überzeugen. Wer mit Lana Del Rey allerdings bisher nichts anfangen konnte, wird seine Meinung nun sicherlich auch nicht ändern. Für alle Fans von dramatischen Songs, ist dagegen "Ultraviolence" genau das Richtige. Immerhin ist Lana Del Rey eine Künstlerin, die sich nicht zu einer Hitmaschine machen lässt und genau diese Originalität macht das Album auch so besonders.

Bewertung: 9 / 10 Punkten

Hier findet ihr das Video zur ersten Single "West Coast" in der Original Version:

Und hier könnt ihr euch das Video zu dem Radio Mix von "West Coast" ansehen:

Das Album "Ultraviolence" ist seit dem 13. Juni 2014 als Standard und Deluxe Editon auf CD, als Download oder als Vinyl erhältlich.

Zuletzt aktualisiert am 16. Juni 2014 um 13:43 Uhr.

 
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