Blog

Suche

Hotradio

Twitter

Facebook

Reviews

05. Oktober 2014
Trance / House

Albumreview: Dash Berlin mit seinem neuen Album "We Are, Pt. 1"

Albumreview: Dash Berlin mit seinem neuen Album

Der niederländische DJ Dash Berlin gehört auf jeden Fall zu den beliebtesten und bekanntesten DJs der Welt. In dem jährlichen DJ Mag Voting schaffte er es bereits drei Mal in Folge unter die besten zehn und sein Terminkalender ist immer bis zum Rande gefüllt. Ende August hat er mit "We Are, Pt. 1" sein bereits drittes eigenes Studioalbum weltweit veröffentlicht. Eine Review dazu findet ihr hier.

Es geht direkt los mit der aktuellen Single "Here Tonight", die der DJ zusammen mit Jay Cosmic produziert hat und von Collin McLoughlin gesungen wird. Auch wenn der Track eher House als Trance ist, passt hier einfach alles. Die Vocals sind genial und bei dem Beat kommt sicherlich keine Langeweile auf. Mit dem Song beweist Dash Berlin direkt, warum er so erfolgreich geworden ist. Der zweite Track "Underneath The Sky" wird von Christon Rigby gesungen und beginnt erst einmal deutlich ruhiger als der Opener. Mit dem Refrain setzt dann aber ein gelungener Trance Beat ein, der auch dieses Lied perfekt macht. Mit Christon Rigby hat sich Dash Berlin übrigens einen weiteren sehr talentierten Sänger ausgesucht, dessen Stimme sehr gut auf den Song zugeschnitten ist.

Das danach folgende "Never Let You Go" hat Dash Berlin zusammen mit dem bekannten schwedischen DJ John Dahlbäck und dem eher wenig bekannten BullySongs produziert. Die Produktion ist einmal mehr sehr gut gelungen, allerdings können hier die Vocals nicht ganz mithalten. Die hohe Stimme des Sängers im Refrain ist auf Dauer etwas nervig und minmiert die Qualität des Tracks ein wenig. Mit "People of the Night" gibt es im Anschluss eine Hymne auf das Nicht-Aufgeben, die von Disfunktion mitproduziert und von Chris Arnott gesungen wird. Der Song klingt sehr ähnlich zu den zwei vorherigen Tracks, ist aber gleichzeitig somit einmal mehr sehr gelungen. Auch die Vocals sind hier wieder besser, wobei sie im Refrain etwas gelangweilt wirken.

Ein großes Highlight des Albums ist sicherlich der fünfte Track "Somehow", bei dem 3LAU als DJ-Unterstützung dabei ist und die sehr talentierte Sängerin Bright Lights ihre Vocals beisteuert. Der Song klingt schon allein durch die weibliche Stimme ganz anders als die vorherigen Tracks und hier passt wirklich wieder alles. Die Vocals in den Strophen sind genial und nach dem Refrain gibt es einen ebenfalls genialen Trance Drop, der nicht besser sein könnte. Daher ist das Lied auch ein klarer Kandidat für die nächste Single. Das darauf folgende "Earth Meets Water" mit dem Sänger Rigby war bereits eine Vorabsingle zu dem Album. Hier wird sich am Anfang komplett auf die Vocals konzentriert, die zumindest in den Strophen auch voll überzeugen können. Nach dem Refrain gibt es auch hier wieder einen Dancebreak, der richtig gut, aber leider etwas zu kurz ist.

Den siebten Track "Leave It All Behind" hat Dash Berlin zusammen mit Syzz produziert und die Vocals stammen hier von Adam Jensen. Der Song ist ähnlich aufgebaut wie der vorherige Track, nur dass die Stimme von Adam Jensen etwas rockiger und dadurch nicht ganz so passend klingt. Trotzdem kann auch das Lied überzeugen, da es letztendlich wieder nach dem nun bereits bekannten Muster aufgebaut ist. Deutlich überraschender ist da der Abschlusstrack des Albums mit dem Titel "Shelter". Der Song wird von Roxanne Emery gesungen und beinhaltet überhaupt keine Trance- oder House-Elemente. Denn es ist eine Piano-Ballade, die man so niemals von dem holländischen DJ erwartet hätte. Durch wirklich geniale Lyrics, Vocals und dem großen Überraschungseffekt ist "Shelter" aber auf jeden Fall ein weiteres großes Highlight auf dem Longplayer.

Fazit: Dash Berlin hat mit seinem Minialbum "We Are, Pt. 1" einmal mehr eindeutig bewiesen, warum er einer der zehn beliebtesten DJs weltweit ist. Alle acht Tracks sind sehr gelungen und man braucht ganz sicher keinen einzigen davon überspringen. Die empfehlenswertesten Songs sind "Here Tonight", "Somehow" und die Ballade "Shelter", da bei allen drei immer ein gewisser Überraschungseffekt dabei ist. Die restlichen Tracks sind dagegen alle nach dem gleichen Muster aufgebaut, was der einzige negative Kritikpunkt zu dem Album ist. Aber da das Muster jedes Mal wieder richtig gut klingt, ist dies auch nicht ganz so schlimm. Man darf sich auf jeden Fall schon auf ein "We Are, Pt. 2" freuen.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

Hier könnt ihr euch das offizielle Musikvideo zu der aktuellen Single "Here Tonight" ansehen:

Zuletzt aktualisiert am 05. Oktober 2014 um 13:37 Uhr.

 
comments powered by Disqus